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Wald­kinder­garten Dresden-Klotzsche

Täglich draußen sein bei jedem Wetter

Häufig gestellte Fragen

Häufig gestellte Fragen

Was ist im Waldkindergarten anders als in einem Regelkindergarten?

Der Waldkindergarten ist ein ganz normaler Kindergarten, in dem die Kinder spielen und lernen. Der Unterschied besteht darin, dass die Kinder den ganzen Tag draußen sind.

Sind die Kinder wirklich immer draußen?

Ja, wir gehen wirklich immer nach draußen in den Wald. Falls es eine Sturmwarnung gibt oder Waldbrandgefahr besteht, haben wir eine Notunterkunft am Manfred-von-Ardenne-Ring. Diese nutzen wir jedoch wirklich nur im Notfall.

Was macht ihr bei schlechtem Wetter, bei Kälte im Winter und Hitze im Sommer?

Wir sind auch bei kaltem und nassem Wetter draußen. Deshalb ist die passende Kleidung sehr wichtig. Wir springen und rennen durch Pfützen und sammeln herabtropfendes Wasser. Wenn Schnee liegt, kann man im Wald super Porutscher fahren. Aber wir haben auch einen beheizbaren Bauwagen und im Winter zusätzlich eine beheizbare Jurte an unserem Platz im Wald. Dort können wir uns an kalten Tagen wieder aufwärmen und auch nasse Sachen wechseln.

Der Wald ist im Sommer relativ schattig und bei großer Hitze suchen wir uns besonders schattige Plätze. Außerdem sind wir dann viel an der Prießnitz (Bach in unserer Nähe), um uns abzukühlen.

Was sind Gefahren im Wald?

  • Insekten- und Zeckenstiche (bzw. die dadurch übertragbaren Krankheiten)
    Es ist wichtig die Kinder, täglich nach Zecken abzusuchen. Lange Kleidung und Insektenschutzmittel können helfen. Auch die Pädagog*innen schauen tagsüber auf Zecken und entfernen diese bei Entdecken sofort.
  • Giftige Pflanzen
    Die Pädagog*innen kennen sich mit (giftigen) Pflanzen aus und zeigen den Kindern diese besonders und sorgen dafür, dass die Kinder diese erkennen. Außerdem gibt es die Regel, dass keine Pflanzen abgerissen werden.

Gibt es viele Unfälle?

Da die Kinder daran gewöhnt sind, sich in der Natur zu bewegen, können sie ihre eigenen körperlichen Grenzen oft schon gut einschätzen, sodass es zu verhältnismäßig wenigen Unfällen kommt.

Habt ihr einen Zaun?

Nein, die Kinder können sich frei bewegen. Auf dem Weg gibt es Haltepunkte, an denen die Kinder warten müssen, bis alle da sind. Am Spielort gilt die Regel, dass die Kinder sich in Sichtweite der Pädagog*innen aufhalten müssen. Jüngere Kinder bleiben oft von sich aus in der Nähe der Erwachsenen. Die Pädagog*innen sind es gewohnt, die Kinder gut im Blick zu haben und darauf zu achten, dass sich kein Kind zu weit wegbewegt.

Habt ihr Spielzeug im Wald?

Nein, wir glauben, dass der Wald so viel verschiedenes, anregendes Material bereithält, dass es die Kreativität der Kinder fördert. Ergänzend haben wir im Bauwagen Material wie Seile, Tücher, Werkzeuge, (Bestimmungs-)Bücher, Eimer zum Sammeln und Transportieren sowie Bastelsachen.

Wie ist das mit der Toilette im Wald?

Wir haben vereinbarte „Plätze“ im Wald und nach einer Gewöhnungsphase können die Kinder selbstständig auf Toilette gehen und beherrschen nach einigen Monaten auch das An- und Ausziehen. Natürlich helfen die Erwachsenen den jüngeren Kindern und bei kaltem Wetter allen, die es brauchen. Das große Geschäft wird in einem Loch vergraben. Auch Kinder, die noch eine Windel tragen, können in den Waldkindergarten kommen, da Windeln mit Wasser und Feuchttüchern (bei kaltem Wetter im Bauwagen) gewechselt werden können.

Wie schlafen die Kinder im Wald?

In unserem Kindergarten gibt es eine Ruhe- und eine Schlafgruppe. Für die Schlafgruppe haben wir im Sommer Hängematten, in denen die jüngeren und die müden Kinder mittags im Schlafsack schlafen können. Wenn es regnet, spannen wir Planen und schlafen auf Isomatten. Im Winter können die Kinder in der geheizten Jurte schlafen. Die Ruhegruppe hat eine dialogische Vorlesezeit.

Wie ist das mit dem Essen?

Frühstück und Vesper bringen die Kinder in Dosen mit. Zum Mittagessen bekommen wir eine warme Mahlzeit von der Kinderküche Dresden geliefert. Die Küche stellt sich auf jede Art gesundheitlicher, weltanschaulicher, religiöser oder ethisch bedingter Ernährungsgewohnheiten ein.

Hinweis:

www.kinderkueche-dresden.de

Kommen Kinder aus dem Waldkindergarten gut in der Schule an? (Was lernen die Kinder im Wald)

Ein Vorurteil gegenüber Waldkindergärten ist, dass die Kinder nicht gut auf die Schule vorbereitet werden. Tatsächlich werden alle Bildungsbereiche, die sich im Sächsischen Bildungsplan finden, auch im Wald abgedeckt. Im Wald entwickeln die Kinder die Lust zu entdecken und zu forschen, sich kreativ auszudrücken und sich zu konzentrieren. Neben einem gesunden Selbstvertrauen und dem kooperativen Sozialverhalten entwickeln sie in allen Bildungsbereichen Kompetenzen, die in der Schule und im späteren Leben wichtig sind.

Was kostet ein Waldkindergartenplatz?

Für den Waldkindergarten gelten die gleichen Elternbeiträge wie für alle Regelkindergärten in Dresden.